Wir sind enttäuscht, aber wir geben nicht auf
Die eidgenössischen Räte haben heute die Vorlage zum Verzicht auf das Verbot der internationalen Adoption abgelehnt.
Wichtig: Internationale Adoptionen bleiben weiterhin möglich.
Der Bundesrat muss den Räten nun zwei getrennte Entwürfe vorlegen: einen zur Reform der Verfahren und einen zum Totalverbot.
Der GAFS wird darüber wachen, dass das Verbot nicht in die Schweizer Rechtsordnung aufgenommen wird. Auf die internationale Adoption zu verzichten bedeutet, ein Instrument zum Schutz des Kindes abzuschaffen. Missbräuche bekämpft man mit mehr Kontrollen und Transparenz, nicht durch Abschaffung der Institution.
Nachdem die Logik «adoptiertes Kind = gerettetes Kind» überwunden wurde, wäre es falsch, in das Gegenteil «Nullrisiko, keine Adoption = geschütztes Kind» zu verfallen. Risiken für die Schweiz auszuschliessen schützt nicht jene Minderjährigen, die in spezifischen Fällen gerade durch die internationale Adoption geschützt werden können.
Unsere nächsten Schritte
- Wir beteiligen uns an der Vernehmlassung zu den beiden Varianten, die der Bundesrat vorlegen wird.
- Wir unterstützen den Reform-Entwurf der Verfahren, mit mehr Schutz und Transparenz.
- Wir sagen NEIN zum Entwurf für ein Totalverbot.
- Wir setzen uns für konkrete Rechte und Unterstützung für Adoptierte bei der Herkunftssuche ein.


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